WAS IST WAX ART?

Kunst aus Wachs

Für meine WaxArt verwende ich pigmentierte natürliche Wachse, die im heißen, flüssigen Zustand verarbeitet werden. Diese Technik nennt man Enkaustik (griechisch für „heiß einbrennen“, „mit Feuer erhitzen“). Durch das Mischen mit Baumharz wird der Schmelzpunkt des eingefärbten Wachses höher (ca 70°-120° Celsius, je nach Mischverhältnis). Die Bilder zeichnen sich durch ihre Langlebigkeit aus, da die Wachsfarben sehr robust, sowie farb- und lichtecht sind – die Farben dunkeln nicht nach oder bleichen aus.

Ich liebe die Arbeit mit dem heißen Wachs, bei dem es vor allem ums Material an sich geht, wie man es in Form bringt, wie sich die Festigkeit im Prozess permanent verändert, wie es sich in Kombination mit anderen Materialen verhält. Es geht mir in meiner Zeit in der Werkstatt um das pure Erleben des Werkstoffes mit all seinen Möglichkeiten, dabei vergesse ich sprichwörtlich Raum und Zeit. Nicht umsonst ziert die Werkstattwand der Schriftzug „Kopf aus und los gehts“.  Als Hilfsmittel bei der Wachsmalerei eignen sich besonders Bunsenbrenner und Bügeleisen mit durchgehender Bügelfläche. Die vorbereiteten verschiedenfärbigen Wachsblöcke werden mit dem Bügeleisen geschmolzen – die flüssige Farbe dann direkt von der Bügelfläche auf den Malgrund aufgetragen. Nach unzähligen Wachsexperimenten bin ich mit dem Werkstoff so vertraut, dass ich auch realistische Motive mit Wachs zuverlässig auf die Leinwand bringen kann. Hierfür arbeite ich ebenfalls hauptsächlich mit dem Bügeleisen, aber ergänzend auch mit Wärmeplatten und verschiedenen Pinseln/ Schwämmen sowie Heißluftgebläse.

Die Bilder können auf Wunsch versiegelt werden um das charakteristische „Anlaufen“ des Wachses zu verhindern – ich persönlich finde es aber im Normalfall nicht nötig, da ein gelegentliches Aufpolieren der Bildoberfläche mit einem weichen Tuch oder Nylonstrumpf genügt um die Leuchtkraft der Farben so frisch wie am ersten Tag erstrahlen zu lassen.

Für die individuellen Kerzendesigns verwende ich je nach Motiv unterschiedliche Techniken. Ich habe eine Technik entwickelt, mit der ich jedes digitale Bild auf die Kerze übertragen kann. Durch die Drucktechnik können auch filigrane Muster/Schriften eingearbeitet werden. Verzierungen mit Wachsplattenzuschnitten, Zierstreifen, Schriftzügen und Symbolen werden von Hand aufgetragen und sind besonders bei Taufkerzen beliebt. Die Möglichkeiten sind schier unendlich. Ich kann beinahe jede Kerzenvorlage nacharbeiten. Das Umsetzen von individuellen Ideen auf der Kerze liegt mir besonders, wenn es für einen bestimmten Anlass bereits ein Logo, ein Einladungsdesign oder ein Farbkonzept gibt, kann dieses gerne in der Kerzengestaltung mit aufgegriffen werden. Ebenfalls möglich ist die direkte Bemalung der Kerze mit Acrylfarbe – die Farbe wird hierfür mit einem speziellen Bindemedium gemischt um das gefahrenfreie Abbrennen der Farbe zu ermöglichen und die Haltbarkeit zu optimieren. Jede Kerze wird zum Schluss mit Kerzenlack versiegelt.

Ich wünsche viel Spaß beim Stöbern in den Galerien und auf meiner Facebook-Seite (keine Registrierung notwendig!).